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Cimetière Saint-Roch

Entdeckung und Freizeit

Der Friedhof Saint-Roch zeichnet sich durch sehr alte Gräber aus, und eine Erweiterung des Friedhofs ('neuer Friedhof') wurde auf der anderen Straßenseite errichtet. 'Der alte Friedhof' hebt sich durch seine zahlreichen Gräber hervor, die von schmiedeeisernen Zäunen umgeben sind. Drei verschiedene Bereiche sind mit Kindergräbern geschmückt, die mit Porzellanengeln verziert sind. Vor Ende des 18. Jahrhunderts war dieser außerhalb der Stadt gelegene Friedhof den Pestkranken, Nichtkatholiken und ausländischen Soldaten, die in Marche gestorben waren, vorbehalten. 1784 erließ Joseph II. ein Dekret, das aus hygienischen Gründen Bestattungen in Kirchen und innerhalb der Städte verbot, was die Marchois zwang, den Friedhof, der sich um die Kirche Saint-Remacle befand, zu verlegen. Der neue 'außerhalb der Mauern' gelegene Friedhof befindet sich 'außerhalb des Niederen Tores, nahe den Gewässern von Marche' und wird Friedhof Saint-Pierre genannt. Da der Standort jedoch ungünstig gewählt war (die Begräbnisstätten waren von Wasser überflutet), wurden dort nur bis 1789 Beerdigungen vorgenommen. Am 22. Dezember 1787 wurde der Friedhof Saint-Roch zum Pfarrfriedhof. Die Lage des Friedhofs befindet sich nicht weit von dem Ort 'Maladrerie' (einer Einrichtung, die früher für an Lepra erkrankte Personen zuständig war und heute als Leprosenhaus bezeichnet wird). Ende des 15. Jahrhunderts wurde diese Maladrerie, deren Existenz durch mehrere Dokumente früh belegt ist, zu einem Krankenhaus. Lepra war zu dieser Zeit eine häufige Krankheit, und vor dem 17. Jahrhundert musste jede Person, die verdächtigt wurde, betroffen zu sein, nach Lüttich reisen, um untersucht zu werden. Wenn die Diagnose bestätigt wurde, wurde die Isolation des Kranken angeordnet, und die Gemeinschaft kümmerte sich um die Bedürfnisse des Lepra-kranken. Man stellte ihm eine Unterkunft in der Nähe eines Gewässers zur Verfügung (in Marche, am Ort 'Fontaine des Malades' in Lorichamps, in Richtung Bourdon), Möbel, Utensilien und ein dickes graues Gewand, das charakteristisch für Lepra-kranke war, die sich mit 'Klickern' (Rassel) ankündigten und deren Begegnung gefürchtet war. Nicht weit von der Kapelle und dem Friedhof befindet sich diese 'Fontaine des Malades' oder 'Quelle der Kranken'. Laut dem Volksglauben wurden Pestkranke, Epileptiker und Neurotiker oft geheilt, indem sie das kristallklare und wunderbare Wasser der Quelle tranken.
offer.address chaussée de l'Ourthe 6900 Marche-en-Famenne

offer.equipments

Parkplatz

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