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Ancienne église jésuite / Quartier Latin

Entdeckung und Freizeit

Diese ehemalige Jesuitenkirche, die 1985 unter Denkmalschutz gestellt wurde, ist das einzige Überbleibsel des ehemaligen Jesuitenkollegs aus dem 18. Jahrhundert. Heute beherbergt sie ein attraktives Hotelkomplex. Ab 1572 durften einige Jesuiten aus Huy in Marche-en-Famenne unterrichten, beginnend etwa 1620 oder 1627 (je nach Quelle). Nach einer ersten Ansiedlung errichteten sie ein Kolleg an der Rue des Brasseurs. Ein Jesuitenkolleg bestand idealerweise aus drei Teilen: dem 'Haus' der Väter (eine isolierte Baugruppe um einen Kreuzgang), den Klassenräumen (um einen Innenhof gruppiert) und den Wirtschaftsgebäuden, die dem 'Haus' dienten und zur Straße hin geöffnet waren. Das 'Haus', erbaut zwischen 1650 und 1671, befand sich im angrenzenden, aber älteren Flügel der Kirche. Der Garten der Väter lag hinter dem Flügel, in Richtung der Stadtmauern. Von dort führte ein unterirdischer Gang, der das Jesuitenkolleg mit einem Obstgarten außerhalb der Stadtmauern verband. Was die Kirche betrifft, könnte es im 17. Jahrhundert ein erstes Gebäude mit einem einfachen rechteckigen Schiff und einer Decke gegeben haben. Die Kirche des Kollegs, deren Fassade heute sichtbar ist, wurde zwischen 1732 und 1740 erbaut. Die Fassade, aus Ziegeln und Blaustein errichtet, ist in Abschnitte gegliedert: vertikal durch Pilaster und horizontal durch Gesimse. Ein geschwungener Giebel überragt die Fassade und wird von Voluten eingerahmt. All diese Merkmale zeugen vom Einfluss des Barockstils (17.-18. Jahrhundert). Eine Treppe, die sich in zwei Flügel teilt, führt zum Eingang. Das Monogramm I.H.S. (Transliteration des Namens Jesus und Wappen der Gesellschaft Jesu) krönt das Eingangsportal. Das Innere der Kirche war mit Kreuzrippengewölben versehen, die den gotischen Stil bezeugen, während Palmettenornamente den Neoklassizismus ankündigten. Eine Eingangsgalerie verlief entlang der Kirche an der Südseite und öffnete sich zum Klassenhof. Das Jesuitenkolleg wurde am 20. September 1773 von Papst Clemens XIV. und unter dem Einfluss der österreichischen Politik aufgehoben. Am 1. November 1773 wurde ein provisorisches Kolleg eingerichtet, und der Unterricht wurde von ernannten Weltpriestern erteilt. Eine der ersten staatlichen Schulen, obwohl weiterhin von Priestern geleitet, war das Ordentliche Kolleg von Marche, das 1777 gegründet wurde (die Regierung von Maria Theresia von Österreich wandelte es in 'theresianisches Kolleg' um). Die Kirche, die nicht mehr genutzt wurde, wurde nach dem großen Brand von 1806 für einige Jahre wieder für den Gottesdienst genutzt. Die Ecksteine am Portal der Kirche zeugen von der neuen Nutzung als Gemeindesaal (oder Casino) im Jahr 1871. 1875 wurde die Fassade vollständig rekonstruiert und das 'Haus' der Jesuiten in eine kommunale Schule für Jungen umgewandelt. Etwa zur gleichen Zeit wurde an der Stelle der Klassenräume ein Gefängnis errichtet. Später wurde die kommunale Schule in eine Feuerwache umgewandelt, während das Gefängnis teilweise abgerissen wurde, um einen Anbau für die Feuerwehrgarage und ein Büro für die R.T.T. zu schaffen. 1989 wurden alle Gebäude abgerissen, mit Ausnahme der Kirche, die seit 1985 unter Denkmalschutz steht. Notgrabungen wurden im Juli 1991 von dem Historischen Verein von Marche-en-Famenne durchgeführt. Anschließend wurden zwei Flügel gebaut, die den Komplex in U-Form schließen. Dieser beherbergt nun das Hotel Quartier Latin. Diese Bezeichnung ist historisch gerechtfertigt: Tatsächlich wurde das Humanitätskolleg, das 150 Jahre lang (1650-1794) bestand, auch als 'lateinische Schule' bezeichnet. Nach der Regel mussten die Schüler dort Latein sprechen, sowohl mit den Lehrern als auch untereinander.
offer.address Rue des Brasseurs 2 6900 Marche-en-Famenne
offer.phone +3284321713 +3284321712

offer.equipments

Parkplatz

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