Im Südwesten des Dorfes, im Ortsteil Cocrai (oder Thier de Coquerai), befindet sich der ehemalige Marmorbruch namens 'Saint-Hubert'. Hauptsächlich im 18. Jahrhundert abgebaut, wurde der Marmor aus diesem Ort fast ausschließlich zur Dekoration der Abteikirche von Saint-Hubert und des angrenzenden Abteipalasts verwendet.
Die Benediktinerabtei von Saint-Hubert erwarb durch einen Grundstückstausch den Thier de Coquerai und betrieb diesen Marmorbruch zwischen 1730 und 1760. Im Südwesten von Humain, zwischen der Abtei Notre-Dame de Saint-Remy und dem heute verschwundenen Dorf Thys gelegen, lieferte dieser Bruch die notwendigen Materialien für die Erneuerung der Dekoration der Abteikirche - wo der Marmor eine zentrale Rolle spielt - und für den Wiederaufbau des Abteipalas, dessen Innenräume prächtig sind - von Saint-Hubert. Danach wurden die Bergbauaktivitäten an diesem Ort eingestellt. 1889 wurde der Bruch an P.J. Devillers verkauft. Danach ging er an die Gesellschaft Merbes-Sprimont, die den Abbau etwa 1975 einstellte.
Der sogenannte 'Marmor de Saint-Hubert' ist ein grau-rosafarbener Marmor mit weißen Adern.