Die Kirche Saint-Séverin ist ein Gebäude aus Kalksteinmauerwerk, das gegen Ende des 16. Jahrhunderts neu errichtet, im 18. Jahrhundert umgestaltet und 1876 erweitert wurde. Ihr Ursprung soll vor den Kreuzzügen liegen. Die Kirche von Aye wird 'der sieben Burgen' genannt, da sie von sieben alten und imposanten Bauwerken umgeben ist. Diese Kirche war von 1233 bis zum Ende des Ancien Régime eine Abhängigkeit der Abtei Saint-Hubert. Im Inneren kann man in der Mauer die gotische Grabplatte des Herrn Ystasse Doyssen (Dochain) sehen, der am 16. August 1324 starb.
Die Kirche wurde in drei aufeinanderfolgenden Phasen erbaut: Der älteste Teil ist der Turm, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet wurde. Die zweite Phase betrifft das dreischiffige Langhaus, dessen Seitenschiffe 1750 restauriert wurden. Nach einer Gemeindeverordnung von 1867 wurden Oculi im klaren Geschoss durchbrochen, ein fünfter Joch wurde dem Langhaus hinzugefügt, und der Chor sowie das Pseudo-Transept wurden 1870 erbaut. Im Inneren stützen Pilaster und gotische Säulen die Gewölbe der ersten drei Joche. Eine hölzerne Kanzel der Wahrheit wurde erhalten, und die Kirche ist mit zeitgenössischen Glasfenstern von Maddy Schmit geschmückt.